Wertarbeit

Meine Werte sind die Bekannten in der Gleichung mit den Unbekannten, die mir mein Leben täglich vorrechnet. Eine Wertschätzung ergab in meinem Fall diese ersten drei Plätze.
1. Ehrlichkeit und Vertrauen (punktgleich)
2. Dankbarkeit
3. Achtsamkeit

Resümee: Vor vier Wochen stand „Gelassenheit“ noch auf Platz 1. Die scheint mir momentan abhanden gekommen zu sein. Gelassenheit und Akzeptanz gehen dabei für mich Hand in Hand. Und akzeptiert habe ich in der vergangenen Zeit, die Dinge, die ich nicht ändern konnte. Und eine ehrliche Akzeptanz führt dann wohlwollend zur Gelassenheit, die wiederum in ihrem Windschatten eine Zufriedenheit mit sich brachte. Mit dieser Zufriedenheit begann mein Arbeitsjahr und die Projekte nahmen ihren strukturierten Lauf. In mir ruhend verbrachte ich eine produktive Zeit im Büro. Bis sich dann die Unbekannten in die o.g. Gleichung einmischten.

Es werden aufgerufen die halbherzigen Nörgler und die leitenden Angestellten, die ihren Job aus meiner Sicht fahrlässig machen. Da kann ich mir nicht helfen und falle gerne in den Sorgenmodus. Aber da ist doch auch der Ansatzpunkt. Ich muss keinen Nörgler oder Bedenkenträger (***diesen Schuh ziehe ich mir auch gerne selber an) retten oder in der Chefetage eine neue Strategie ausrufen. Das sind eindeutige Kompetenzüberschreitungen. Hierzu fehlt mir erstens das Wissen und zweitens die Verantwortung. Ich fühle mich eigentlich nur meinen Projekten verpflichtet und gehe diese strukturiert an.
Frage 1: WARUM BIN ICH DANN SO DÜNNHÄUTIG ?
Frage 2: Verneine ich mit dieser Frage meine Persönlichkeit ?…
Antwort auf Frage 2: Ja ! Also frag ich mich besser wieviel Anpassung mir gut tut und stelle sachlich fest, dass ich in manchen Bereichen ÜBERangepasst bin. Hier gilt es meinen Standpunkt zu überprüfen und konstruktiv, wie nüchtern mir und meinen Begleiter:innen Fragen zu stellen und wachsam zu bleiben. Nur so bleib ich mir treu und folge meinen Werten: Ehrlichkeit und Vertrauen sowie Dankbarkeit und Achtsamkeit.

Affirmation zum Tage: Ich bin der JÜRGEN, aus Mangel an Alternativen.

Wer möchte findet hier den oben genannten Wertetest

An sich für dich

An sich für dich

Was dir die Leinwand für die Farbe und dein Handgeschick für das Werken oder die Liebe zum Kümmern ist, so bist du meine Leser:in meiner Gedankenspiele. Ohne den Ausgang zu kennen zeige ich dir den Eingang ins Labyrinth meiner Abgründe und höchsten Höhen.
Schreibe ohne Anlass,
denke mit Verlass an dies und das.
Ob es dich interessiert ist schön, ob du es magst egal.
Du liest es mit anderen Gedanken und hast deine Sicht auf das Geschriebene.
Ich bin ein kleines Licht und du die Inspiration mit der Leichtigkeit als Schwergewicht.
Ein Gegenpol der zwei Extreme. Lass mich nur machen und dich in Ruhe sein.
Wir alle waren mal klein.
Nun sind wir groß und haben wieder kleine Menschen zu umsorgen.
Das wird uns heute beschäftigen und auch morgen.
In dieser Rolle gehen wir auf und zeigen unsere ganze Stärke, die uns jemand gab.
Die Blumen sind lange verwelkt auf dem Grab.

Lass doch mal alles los…

Lass doch mal alles los…

„Scheiß auf den Weg und lebe den Moment…“, das ist mal ein Meilenstein an dem man inne hält und leise Applaus klatscht. Ja, im Moment, so wie jetzt, gebe ich den Worten Ausdruck und mir Zuflucht. Wie eine einsame Insel der verborgenen Ideen, die unentdeckt dort warten und noch gelebt werden wollen. Die es zu entdecken gilt um dem Satzbau, hier, und mir Halt zu geben. So wie die Ausdruckskraft, die zwischen den Zeilen dem Satzbau die Statik verleiht, damit sie trägt. Auf der Suche nach Erkenntnissen bin ich ständig und überall. Denke nie zuviel schreibe aber zuwenig davon auf. Das was hier steht ist ein Sandkorn am Strand meiner Gedanken zum Tage. Aber dieses Sandkorn hat die Kraft den Tag zu retten und mir ein Sternchen am Nachthimmel zu verleihen… So sitze ich an meinem Stück Meeresrand und lausche der Melodie der Wellen, die heute Nacht sehr seicht an den Strand kuscheln….

Eine Bäumin

Eine Bäumin

An der Eichenmutter im Vaterland hörst du die Zeit in den Blättern rascheln und kannst die Gedanken der Verstorbenen in den Jahresringen lesen…

War heute zweimal an der Eichenmutter… Sie ist mein Anziehungspunkt an dem die Energie verdichtet zu sein scheint, obwohl sie nichts anderes macht als der geringste Grashalm neben ihr: Zu wachsen.

Diese Bäumin hat sich die Zeit genommen und sich Platz gemacht. Sie steht dort nach meiner überschläglichen Berechnung über 480 Jahre. Die 6 m Stammumfang und die Kronenbreite von rund 25 m lassen sie nicht nur von Weitem imposant erscheinen. Wir schreiben also das Jahr 1540, als eine Eichel ihren Samen preis gab und Wurzel schlug, in einem der heißesten Jahre zum Ende des Mittelalters. Ein Baum von vielen, der in der Nähe der Ems seine Wurzel in den sandigen Boden trieb. Ihr Wunsch dort über vier Jahrhunderte zu stehen ist jetzt zu einem Versprechen geworden.

Wer eimmal da war sieht sie anders als alle die dort waren und die noch kommen werden. Aber sie wirkt auf jeden magisch, der Antennen für die spirituelle Zeit hat. Ihre Größe und ihr Wissen strahlen bis in jede Astspitze. Ihr fester Standort gibt Verlässlichkeit und ist ein Hafen der Suchenden, die ihre Kraft in die Welt tragen, nachdem sie an ihrem Stamm gelehnt haben…

gekühlt streichbar

gekühlt streichbar

Das Leben ist ein Fest. Einfach so und ohne Vorbereitungen und auf dem Tisch steht Pustekuchen und kalter Filterkaffee. Die Butter aus dem Kühlschrank verspricht dir „gekühlt streichbar“ zu sein. Sparbirnen geht das Licht aus weil sie durch LED Leuchten ersetzt werden, die in heimlichen Wohnungen ein zuhause erhellen. Und ich denke mir spontan „gefühlt streichelbar“ und durch nix austauschbar zu sein.

In meinem Zuhause sitze ich am Tisch und stehe auf. Der Takt der chillout Musik hämmert mir sanft ans Trommelfeld und ich schwinge meinen Körper in Wellenbewegungen durch den Wohnraum. In rhythmischen Kurven kreisen Beine und Arme mit den Fuss- und Fingerspitzen durch die Küchentür. Der Sound und ich öffnen weitere Türen und fühlen, fühlen, fühlen was du auch kennst. Dein und mein Tanz ist wie eine Umarmung und Berührung deiner selbst in liebevoller Ergänzung zur Musik. Die Freude läßt mein ICH-Gefäß überlaufen und zum Beweis rollen Tränen, die mir den Moment mit seiner Intensität bewässern.

Wie eine Welle, die mich erfasst mitnimmt und vollkommen einhüllt. Naß, gewaltig und nur einen Weg kennend, denke ich und diese Welle: „Ich will an den Strand mich ausruhen und Kraft sammeln, um dann wieder zu kommen, wenn meine Moleküle mich rufen.“

To sing a fire song

To sing a fire song

Jeder sieht es anders obwohl es alle wärmt.
Das Feuer in dir und mir…
brennt und brennt und brennt mit der Zeit,
die rennt… und rennt… und rennt…
Die Zeit, die kommt als Traum und geht als Erinnerung
Und bleibt… und bleibt… und bleibt…
Wie der Moment, der ist Jetzt… und jetzt… und jetzt….
Schöpfe ich aus dem Brunnen deiner Ahnung bunte Hoffnungen und blicke nach oben… wo du und ich sich loben… und lieben… lieben… lieben…
und das Jetzt… und Jetzt… und Jetzt… ist die Zeit, die bleibt
wenn du nur willst… und willst… und willst… was schon war
und kommt…. und kommt… und kommt… und kommt…

Everyone sees it differently although it warms everyone.
The fire in you and me … burns… and burns… and burns…
with time, that runs… and runs… and runs …
The time that comes as a dream and leaves as a memory and stays … and stays … and stays …
Like the moment that is now… and now… and now….
I draw bright hopes from the well of your foreboding and look up …
where you and I praise each other … and love … love … love …
and the now … and now … and now … is the time that remains if you only want … and want … and want … what was already to come … and comes … and comes … and comes …

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Wortstark

Mein eigenes Bild, mein Empfinden ist ein goldener Rausch.
Ein verdichteter Wolkennebel als Selbstbildnis und ich trage dieses Feuer in mir, welches jedem Menschenkind inne wohnt. Ich spüre es in der Bewegung und in der Musik. In Worten wie diesen. Meinem Schreibkram, der mir wie Honig über die Lippe läuft, mir auf die Finger tropft und mich tränkt und nach aussen drängt. Mich betäubt und ein, zwei Stufen in die Höhe hebt. Ein ganz eigener Kosmos indem nur ich das Schreiben habe. Mein Takt sind die Worte, mein Herzschlag folgt der einen Kraft, die mich ausgesucht hat zu sein wer ich bin.

Meine Geschenke wachsen neben und bei mir und ich bin dankbar für jeden Atemzug, der mir bleibt dies Leben auszufüllen. Mein Sein will nicht ankommen, es will alleine bleiben und suchen. Ich bin ein Suchender, der viel findet aber nichts davon behalten möchte. Ich sammle Erfahrungen aber will doch nur loslassen. Festhalten liegt mir nur an Texten. Ich schreibe ohne zu denken. Ich fühle Worte als handgreifliche Wesen, die mir als Herrschar zur Seite stehen. Jedes einzelne Wort hier ist wie ein Krieger für mich, der sich im Satzbau seinen Platz erkämpft hat. Ein Glaubensbekenntnis ohne Lobgesang. Ein Seelenprint auf Butterbrotspapier. Scheu, Zaghaft, fragend, unwissend in Unruhe mit mir und gleichzeitig meiner Macht und Ausdruckskraft im kleinen Blocksatz bewusst. In einer tiefen Zerissenheit zwischen geben und nehmen. Lieber eingeschlossen als befreit, aber immer auf dem Sprung ins nächste Abenteuer. Verlässlich verzaubert und den Sternen näher als der Frau neben mir. Nie greifbar und wenn dann nur für den Moment, den ich beim aufwachen vergaß. Glaube viel und mache nichts dagegen. Weiß nichts, glaube es und mache Erfahrungen, die im Trüben fischen. Tröstlich zu sagen und hier zu lesen was mich prägt: Das geschriebene WORT

Was ich Mama immer schon mal sagen wollte

Was ich Mama immer schon mal sagen wollte

Hallo Mama, die du für mich seit 53 Jahre bist. Ich bins dein Sohn. Dieses kleine Statement ist nur für dich und ich schreibe dir was du richtig gut gemacht hast.
Ich habe es genossen wie du damals als Oma mit Anna gespielt hast und es heute wieder mit Matthis tust. Du bist und warst immer eine gute Seele, die in sich ruht und still genießt was passiert, wenn es gut war. Aber bestimmt auch genauso still leidet, wenn es nicht gut ist oder war.

Auf jedenfall bist du hart im nehmen und gerne bereit zu geben, wenn du gefragt wirst. Deine abwartende und tolerante Art und Weise ist bewundernswert. Stoisch harst du der Dinge, die da kommen.

Das war auch mal anders, und du handeln musstest. Als du den Mut hattest oder die Verzweiflung dich zwang Klaus, deine Mann zu verlassen. Ich und Ulla haben als Kinder diese Tragödie hautnah miterlebt. Mich hat das zwar einerseits irritiert aber auch seltsamerweise kalt gelassen. Ich war gerne bei dir und fühlte mich bei dir einfach sicher und gut aufgehoben. Du warst mein Anker und meine Bezugsperson. Klaus hatte, ja, leider keine Fähigkeiten als liebender Vater zu aggieren. Du hast uns damals, da war ich 12 und Ulla 10, aus diesem Beziehungsdrama raus geholt und dafür danke ich dir. Es war zum Schluss auch nicht mehr schön und auszuhalten, wenn ich im Nachgang so auf das Leben in deinem Elternhaus zurückblicke. Eine große Liebe, die durch Mangel an Kommunikation und latent alkoholisierten Zuständen zum Scheitern verurteilt war. Zwei sich liebende Menschen, die mit sich und der Familie, die sie gegründet hatten einfach überfordert waren. Der Liebe und Zuneigung zu mir und Ulla hat dein Konflikt mit Klaus aber keinen Abbruch getan. Du sagst zwar, du hast damals nur funktioniert, aber das stimmt nicht. Du warst der Fels in der Brandung und hast uns beschützt. Das war gut so.

Ich habe mich nach dem Tod von Klaus, da war ich 16, stark zurück gezogen und in dieser pubertären Phase sicher nicht viel von mir gegeben. Das hatte aber nix mit dir zu tun. Das ist der Lauf der Dinge, wenn man erwachsen wird und Mama und Papa nicht mehr wichtig sind. Hört sich hart an, ist aber so.

Jedenfalls danke ich dir für deine Einsatz und das liebevolle „Funktionieren“ ! Du hast dich danach selber neu erfunden und bist gereift und gewachsen, hast dich selber reflektiert und dir Hilfe gesucht um zu verstehen und zu begreifen, warum man hier ist auf dieser Welt. Deine Glaubenssätze führten dich nach Indien und auf einen spirituellen Weg der Selbstfindung, der glaube ich nachwievor anhält und nie aufhören wird für dich. Ich weiß eigentlich auch nicht was richtig und falsch ist. Ich bin wie ein Regenbogen an guten Gedanken und Zweifeln, der sich ständig in Frage stellt. Obwohl er einfach nur scheinen will. Wußtest du das ein Regenbogen sich nicht selber sehen kann und nur aus der Entfernung und durch das Auge des Betrachters sichtbar wird. So scheinst du für mich seit 53 Jahren, obwohl du es selber nicht sehen kannst. Ich liebe dich Mama, echt… auch wenn ich dir das selten zeige…