Arivle

Arivle

Alle Tage, die da kommen
stürzt die Wasserwand ins Tal.
Formt den hohen Fels,
der ihre Bühne ist, ihr Ideal.

So bedingen sie sich Beide.
Sie die Gischt und eine Augenweide.
Er der Schroffe, sie die Weiche.
Naturgewalt und Schauspiel, zugleiche.

In deiner Nähe fühl ich mich umschlungen,
von den wilden Wassern Zungen.
Ich bin und tauche von dir ein,
in dieses, unser neues Sein.

Deine Wasserwesen Liiiiiebesgeeestalt
macht mich jünger, doch bin ich alt.
Dich kümmerts nicht, hast es gewollt.
Jetzt schimmern wir, leicht wie Gold.

Das Wasser fällt und fällt in den Abgrund.
Meine Lippen folgen ihm und suchen deinen Mund.
Eine Sinnbild für die Liebe,
ach wär das Schön, wenn es so bliebe.

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Pfosten Salto vorwärts

Pfosten Salto vorwärts

Der Samstag lag wie ein roter Teppich,
vor mir und Flitzi, wie der Rettich
…vor dem Hasenbau.
Die Luft war des Winters überdrüssig und derart mild und lau.

So fuhren wir in Richtung Stadt.
Nicht per Bus, sondern mit dem Rad, anstatt.
Er vorne, ich dahinter ging es den wohl bekannten Weg.
Per bicycle als Vorfahrtsgerät und Privileg.

Schaute an der Unfallstelle rechts und links,
und fuhr dann vor dies Dings.
Ein grauer Pfosten stand mit seines Gleichen uns im Wege.
Als ich ihn dann bemerke, kam er uns frontal so ins Gehege.

Wie in Zeitlupe stand das Rad vor diesem und hob sich rückwärts in die Höhe.
Schmiss uns Beide über diese Klippe, wie eine Sturmböe.
Kopfüber, der Jüngste sah es kommen,
waren wir danach benommen.

Er nur schockiert ich leicht lädiert.
Eine Wunde, die linke Hand jetzt ziert.
Könnte mich fragen woran es lag.
Wissend ertrag ich diesen Niederschlag.

Hauptsache dem Kind ist nichts passiert.
Dümmer habe ich mich noch nie blamiert.
Widme mich so der Rekonvaleszenz.
In der Hoffnung auf ein nahes Ende des Elends.

 

Für dich

Für dich

Für die Neugier gibt es das Unbekannte.
Für das Unbekannte gibt es die Entdeckung.
Für die Entdeckung gibt es das Neuland.
Für das Neuland gibt es die Erwartung.

Für die Einsamkeit gibt es einen Grund.
Für den Grund gibt es unendliche Meinungen.
Für die Meinungen gibt es Gedanken.
Für die Gedanken gibt es Menschen.

Für den Moment gibt es nur das Jetzt.
Für das Jetzt gibt es nur dich.
Für dich gibt es nur den Augenblick.
Und ich lieb Dich.

Neujahr 2019

Wenn alles im Fluss ist,
will ich in Bewegung bleiben.
Wenn alles einen Sinn hat,
will ich den Grund kennen.

Wenn alles im Einklang ist,
will ich der Harmonie ins Gesicht sehen.
Wenn alles göttlich ist,
will ich ihr Diener sein.

Wenn alles nur Fassade ist,
will ich sie einreißen.
Wenn die Zeit gekommen ist,
will ich alles gegeben haben.

Wenn das Glück flüchtig ist,
will ich ihr Jäger sein.
Wenn die Angst mich lähmt,
will ich die Ketten sprengen.

Wenn alles Liebe ist,
will ich ihr folgen.
Wenn dies alles umsonst war,
will ich es nicht wissen.

 

 

 

Eintritt erlaubt

Das Leben ist manchmal ein bunter Haufen Scheiße, der nach Vanillekerzen duftet. Da kann man dann ruhigen Gewissens reintreten.

(R)Eintreten kann man diese Tage auch in dieses besinnliche Weihnachtsgefühl, welches mich gerade am Heiligabend packt und aus einer Mischung von Ankommen, Geborgenheit und friedvoller Ruhe besteht. Ein Tag, der als Kind für mich ein Highlight des Jahres war.
Mittlerweile stimmt es mich eher kritisch und als nicht-gelernter-Familienmensch bin ich für dieses Fest untauglicher als der Papst als Zuhälter. Ich formuliere heute deshalb drastisch und hastig. Im Grunde besteht Weihnachten aus freien Tagen, für die ich keine Urlaubstage benötigt. Zwangsurlaub sozusagen. In diesem Sinne frohes Zwangsurlauben in der Weihnachtsbäckerei, unterm Tannenbaum oder am Platz deiner Wahl.

Ich hoffe, ich bewahre mir meine stabile Gelassenheit und werde weiterhin aufmerksam darauf achten, wo es was zu (be)staunen gibt. Ein wichtiger Punkt, denn das Staunen habe ich mit den Jahren kontinuierlich verlernt. Je älter ich geworden bin umso mehr Zeit verschwende ich mit Lustlosigkeiten an das eigenen Streben. Wohlmöglich bin ich ein reizüberfluteter Stinkstiefel geworden, der sich abkapselt und seine Ruhe haben möchte. Habe ich ein Motivationsdefizit ? Mmmmmh….

Gewiss sind das nur einige Aspekt von vielen, die mein Leben ausmachen. Als fantasiereicher Vieldenker ist mir kein erdachte Katastrophe zu schade und kein Abenteuer zu märchenhaft.

Der Schlüssel zur Zufriedenheit liegt im bestaunen der kleinen Momente, die mir immer wieder vor die Füße fallen und der Fähigkeit Menschen, Situationen und berufliche Projekte nicht nur zu akzeptieren sondern sie als Bereicherung und Herausforderung anzusehen. Dann gehen sie mir nicht am Arsch vorbei, sondern fahren direkt in mein Herz. Besser noch bzw. folglich kommen aus ihm heraus.
Nicht die Anderen sind z.B. das Problem, sondern wie ich über die Anderen denke ist das Problem. Okay, es gibt natürlich Ausnahmen. Man kann sich schließlich nicht alles schön denken. Am Arsch vorbei geht bekanntlich auch ein Weg.

Über den Nihilismus (das „Nichts“) schreibe ich dann ein andermal…

2018-12-25 20.17.41

Kontemplation

Kontemplation

Kontemplation: Kontemplation (von lateinisch contemplatio „Richten des Blickes nach etwas“, „Anschauung“, „Betrachtung“) ist in philosophischen und religiösen Texten die Bezeichnung für ein konzentriertes Betrachten…

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Der der wandert, geht in sich.
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Dem Tipp der Hotelfachfrau am Empfang folgend ging es heute zum Reedsee. Einem einsamen See auf 1830 m in Mitten der Hohen Tauern Kernzone. Der Einstieg am Berg lang gut 40 Wanderminuten vom parkenden Autos entfernt… von da an ging es steil bergan. Durch bemoßte Tannenwälder, die hier und da den Blick freigaben auf die felsige Bergwelt am Rand des blauen Himmel…

Der faltbare Broschüre des Hotels verpasste der Tour 25 Punkte und einen schwarzen Punkt. 750 m rauf zum See und wieder runter. Nix ahnend ist sowas ein echtes Abenteuer. Die Unwissenheit des Weges vereint in der Bewegung und auf der Suche nach einem festen Tritt, ließ uns nicht los. Bis wir dann über den Bergkamm kamen und der Blick sich auf den See senkte… Blindlinks und erschöpft schöpften wir mit den Füssen im See neue Kraft und waren begeistert und bis in jede Körperfaser gelöst. Ich fing an Steine zu stapeln…

2018-08-21 13.47.17

Es wurden 5 Türme, die wie Pilze aus dem Seeboden schossen.

2018-08-21 14.11.33

Die Zeit rinnt wie der kühle Gebirgsbach dem Tal entgegen und schenkt Eindrücke und Augenblicke bei denen man die Zeit vergisst und nur hier ist, wo nichts wichtig ist, weil alles da ist… und…

2018-08-22 16.12.29

2018-08-23 12.44.22
The sky is the Limit am Heiligenblut

2018-08-24 15.45.54
Im Kleeblatturwald wandert es sich glücklicher als anderswo…

 

 

Lichtsignale

Ampelgrün lässt dich in Frieden.
Das GELB gibt dir Grund zum handeln.
Das Rotlicht bremst deinen Boliden.
Jetzt deute dies, um es umzuwandeln.

Das GELB steht für den einen Glücksmoment.
Der verfliegt macht Platz für die Bewegung.
Jetzt, wo das grüne Lichtsignal hell brennt.
Sinnbild deiner Freude und Erregung.

Das GRÜN wirkt befreiend-lautlos.
Wie der Flug des Sperlings, der sich rettet.
Vor nun fahrenden Autos.
Entfesselt, frei und nicht angekettet.

Mach dein Ding, bis zur gelben Warnung.
Bremsbereit besinne dich geschwind.
Jetzt hast du eine Ahnung.
Noch fahren, bremsen ? Da steht ein Kind.

Stopp ! Bei ROT steht alles stille.
Nichts geht mehr für den Anhalter.
Aus Kofferräumen ragen Ankerspille.
Sieh da, da findet einer den Blaulichtschalter.

Das Kind ist weg. Stopp ! Da entdecke ich es wieder.
Nimm mich, kleiner Junge, selber an die Hand.
Jetzt blinken überall die blauen Lichter.
Wenn ich groß bin werde ich Dichter.